Robert Scherkl
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Landschaft und Abstraktion

Stilleben

Im traditionellen Sinn sind Früchtestilleben Vanitasbilder. Als solche verneinen sie die weltliche Pracht, zeigen auf eine im ständigen Vergehen sich befindende Welt und sind doch selbst wertvolle handwerkliche Zeugnisse des Überflusses. Dem Gedanken der Vergänglichkeit wird vom Bild selbst widersprochen, und in diesem Zwiespalt erweist sich seine dialektische Kraft.

Die Früchtestilleben erproben eine Neuinterpretation des Stillebens. Der naturalistisch vermittelte Bildgegenstand tritt isoliert auf, im Dialog mit einem Hintergrund, der die Materialität und die Eigendynamik der Farbe thematisiert. Kompositorische Strenge und motivische Vereinzelung heben die rein ästhetischen Merkmale des Bildes hervor. Trotz – und vielleicht gerade wegen – der hohen sinnlichen Präsenz der Früchte verlieren die Kategorien des Gegenständlichen und des Nichtgegenständlichen an Bedeutung.

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